>Checken sie mal Ihr VHS-Programm!

>Ich habe mir erlaubt, nach Veröffentlichung einer Lobpreisung des vhs-Herbstprogrammes der Volkshochschule Freilassing im Reichenhaller Tagblatt kritisch in einem Leserbrief zu kommentieren (4.9.10) – checken Sie mal Ihr Programm, wie das bei Ihnen am Ort ist, vielleicht ähnlich? Vielleicht haken Sie mal nach!?

Wichtige Angebote und Hinweise fehlen.

1) Es besteht momentan ein großer Bruch zwischen der Wirklichkeit und dem Bildungsangebot der allermeisten Volkshochschulangebotre. Ein großes Problem ist, dass die Angebotszeiten nur wenig auf die tatsächlichen Beschäftigungszeiten des möglichen Kundenkreises eingehen. Da ist bei den Supermärkten bis zur Tankstelle schon mehr Anpassung an die Kundensituation passiert, dort geht es ja schließlich um Geld.

2) Inhaltlich gibt es weitere Diskrepanzen: Die Menschen kaufen sich heute keinen PC mehr, um dann sich vor das Windows zu setzen und die Kapitel “Dateisystem” und “Textverarbeitung” bis zum “Internet” durch zu arbeiten. EDV oder heute IT (Informationstechnik) beginnt nicht nur mit dem PC. Es werden immer mehr verschiedenste Geräte (Handy, Pad) gekauft, mit denen man von verschiedenen Orten, ins Internet geht und “kontaktet”. Diese Technologie ist geprägt von Kommunikation von Usern und Freunden. Angesagte Themen sind auch für Senioren Facebook, Twitter. Das kann im Prinzip vermeintlich jeder. Solche Entwicklungen produktiv zu nutzen, wird zur volksbildnerischen und volkswirtschaftlichen Frage. Auch das Sprachenlernen dürfte vom Einsatz dieser allgegenwärtig verfügbaren Technologie profitieren, wo es doch um letztlich kostenlose internationale Kommunikation geht.  Natürlich gibt es keine Nachfrage nach solchen Kursen, solange sie nicht angeboten und “vermarktet” werden.

Drittens fehlt der Hinweis auf die Bildungsprämie, einer bundesweiten Förderung, wodurch Erwerbstätige mit weniger als 25.600 zu versteuerndes Jahreseinkommen (gemeinsam Veranlagte x 2) für Weiterbildung 50% der Kursgebühren  bzw. max. 500 € Rabatt (p.a.) bekommen können. Damit es sich beim vhs-Angebot wirklich lohnt, sind mehrere Kurse kombinierbar und z.B. unter die Überschrift “EDV-Auffrischung” zu stellen. Den erforderlichen Bildungsscheck erhält man deutschlandweit bei den zuständigen Beratungsstellen bei einem kurzen Beratungsgespräch mit Vorlage eines Einkommensnachweises. Man kann einen solchen 500-€-Scheck nicht nur für vhs-Angebote, sondern für viele anderen Weiterbildungsangebote, z.B. auch Fernkurse bekommen:  Info und Terminvereinbarung für Region BGL-TS: 08651 9793390 (M. Schön) oder www.bimsev.de/bp 

Eine Bildungseinrichtung, die nicht systematisch auf diese Förderung hinweist, sollte Ihr QM-AZWV-Qualitätszertifikat abschrauben, denn es werden die Interessen von ca. 40% der erwerbstätigen Kunden  ignoriert.

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Ein Gedanke zu „>Checken sie mal Ihr VHS-Programm!

  1. helga

    >Ich habe mich in einem Seniorenprogramm eben fitt gemacht. Für Windows. War wohl Zeitverschwendung, haben wir wohl genug davon?

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