Archiv für den Monat: Juli 2011

>Drastische Einschnitte bei Operationen

>in Großbrtiannien:  - Das schuldengeplagte Grossbritannien muss im staatlichen Gesundheitssystem NHS in den nächsten vier Jahren 20 Milliarden Pfund sparen. Deshalb sollen beispielsweise Hüft- und Kniegelenksprothesen oder Venenoperationen limitiert werden.

Nun: Das Milliarden-Projekt einer digitalen Patientenakte in Grossbritannien wird seit Jahren von Problemen geplagt. Die Einführung einer digitalen Patientenakte in Grossbritannien durch den nationalen Gesundheitsdienst NHS gilt als das weltweit grösste und problemgeplagteste IT-Projekt, das seit Jahren für Schlagzeilen sorgt. Vor zwei Tagen hat nun der britische Rechnungshof, das National Audit Office (NAO), einen neuen Bericht publiziert. Demnach hat das Projekt seit dem Start im Jahr 2002 6,4 Milliarden britische Pfund  verschlungen.>Stehen wir vor einer ähnlichen Problematik?

>Kuba Embargo in Deutschland

>Die WiWo berichte, “Paypal will in Deutschland Kuba-Embargo durchdrücken”

Wie bitte? Ja, Ebay warf einen Anbieter für kubanische Rauchwaren raus. Rum & Co-Inhaber Thomas Altmann könnte weiter mit PAYPAL zusammenarbeiten, wenn er die kubanischen Artikel herausnähme.

OK. Ich will in Deutschland weiter meine kubanischen Zigarren rauchen und Rum trinken können, ohne dass mir Ebay und Paypal den Appetit verdirbt und mich in dieser Weise bevormundet.

Altmann schlägt als Alternative für die Zahlungsabwicklung IClear vor, dahinter steht die belgische Bank tunz.com – also vielleicht eine Möglichkeit, ein kleiner Schritt gegen die implizite Zahlungsüberwachung durch US Firmen (MasterCard, VISA, usw.) vorzugehen – ein wirklich kleiner Schritt, weil Iclear ja auch mit MC, VISA arbeitet, auch mit sofortüberweisung.de, also einem anderen Sumpfgebiet.

Unser Leben wird mit dem Internet nur scheinbar einfacher, vielleicht sollte man sich einfach mal in seiner Umgebung umsehen, Vorschlag hier in Bad Reichenhall: schauen Sie mal zu Akermann.

>Karrieresprünge in Deutschland: nicht 460 sondern 40732 Bestandsdaten wurden abgefragt!

>Bei Anti-Nazi-Protesten am 13. und 19. Februar diesen Jahres in Dresden wurden von Telekommunikationsunternehmen über eine Million “Verkehrsdaten” (Standorte, Rufnummern, Verbindungsdaten) von rund 330.000 dort anwesenden Handynutzern an die Polizei ausgeliefert. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) erklärte darauf, dass lediglich in 460 Fällen auch die Bestandsdaten erfasst worden seien. Darauf wurde der Polizeichef Hanitsch von Dresden als Bauernopfer strafversetzt? Nein befördert: Der in der Handy-Affäre versetzte Dresdner Polizeipräsident Dieter Hanitsch leitet jetzt die Landespolizeidirektion.

So und nun kommt heraus: es waren nicht 460, sondern 40732 Fälle, bei denen die Bestandsdaten abgefragt wurden. Wird Hanitsch nun in die Weltregierung befördert? Darf er mindestens Ulbig ersetzen?

Jedenfalls ist das eine Nachricht, die ich um 4 auf ARD-Radio hörte, dann in den weiteren Sendungen ausgeblendet wurde. Nein, es ist ja niemand betroffen.

Irgendwie möchte ich diesen Leuten “an den Kragen”. Komme ich jetzt mit einer solchen extremen Äußerung in die neue von der Polizeigewerkschaft geforderte Gefährderdatei? Zusammen mit der Million Trolls mit eben solchen Sprüchen auf der Zunge/in der Schreibe? Ich fühle mich von solchen Überwachungswahnsinnigen nicht beschützt! Werden bald Gedankenscanner zur Vervollständigung der Gefährderlisten eingesetzt?

Freiheit die ich meine…..

>Ist S21-Protest gemeinnützig?

>Landtagsabgeordneter der SPD Martin Rivoir, monierte in einer kleinen Anfrage von Ende Juni an die grün-rote Landesregierung die finanziellen Verbindungen des BUND zu anderen «Stuttgart 21»-Gegnern.  Nun prüft das Finanzamt und unterstellt offensichtlich, dass Gemeinnützigkeit sich durch politische Irrelevanz auszeichnet. 


Jedenfalls kann mit diesem Stoff Marc-Uwe Kling noch eine Zeile an seinen Song “Wer hat uns verraten” anhängen - 

>Reinigungsfrau 14 h, katholisch und christliche Grundeinstellung

>Die Mädchenrealschule Franz von Assisi sucht ein Reinigungsfrau von 14 Wochenstunden, es wird erwartet: Zugehörigkeit zur “K”atholischen Kirche und eine christliche Grundeinstellung (Genaueres dazu in “Abermals krähte der Hahn“).

Vor kurzem las ich Ähnliches auf evangelisch.

Nur 44% der Deutschen halten aktuell eine strikte Trennung der Kirche vom Staat für notwendig. Man kann den  anderen nur mal eine Zeit lang eine Stellensuche im “sozialen Bereich” wünschen. Mir erscheint das jedenfalls als Zumutung an Prinzipien wie Gleichbehandlung, Glaubensfreiheit und Würde.  Weiterer Lesestoff hier.

>Bildungsgipfel im Berchtesgadener Land

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Nett zu lesen, bzw. zu sehen, wie sich die Bildungsexperten der Region im Rahmen eines Stammtischgespräches körperlich und intellektuell in luftige Höhe begeben haben: “Was ist Bildung?”. Wir finden Spaenle brachte es auf den Punkt. “Bildung ist aber ein lebenslanger Prozess, der auch im Alter nicht aufhört.”
Konkret: 
1) Nach verschiedenen  Einschätzungen sind nur 70 – 90 Prozent der produktiven Kompetenzen der Erwerbstätigen durch formale Bildung in Seminaren usw. vermittelt, also z.B. in Kaffeepausen entstanden, vielleicht auch Selbsterfahrung, wir wissen nur wenig darüber. 
2) Alle großen Langzeitstudien finden keinen wirklichen Einfluss der Schullaufbahn und Schulleistungen auf „Erfolg im Leben“ (Indikator aus Einkommen, Anerkennung, Wohlgefühl). Schule hat viel weniger Bedeutung als wir uns zusammenkonstruieren. Soziale Herkunft schon!
Lösungen für die großen Fragen nach Potenzialen für Produktivitätssteigerung bzw. Fachkräftequalifizierung sind: 
1. Unternehmen müssten informelle Bildungsprozesse fördern durch Freiräume, Kommunikation und Wissensmanagement. 
2. Personalpolitik sollte wahrnehmen, dass Karrieren nicht nur zwischen Einstellung und Rente verlaufen, sondern in vielgestaltigen Episoden, auch zwischen 60 und älter. 
3. Unterstützung jener, die bis zum Alter von 25 kaum durch Bildungsangebote erreicht wurden. Wie ist eigentlich (Weiter)-Bildung außer Fernstudium für  jemand erreichbar, der  in Schicht oder anders zeitlich unstetig arbeitet? 
a) inhaltlich-zeitlich – ein vhs Angebot abends hilft da nicht 
b) finanziell: Beschäftigte, die sich weiterqualifizieren wollen, bekommen im Gegensatz zu früher keine Unterstützung durch die Arbeitsagentur mehr. Menschen mit höherem Einkommen können ihre Weiterbildungskosten von der Steuer absetzen. Tausend-Euro-Verdiener zahlen alles selbst. Ein hier greifendes Förderprojekt der Bundesregierung, die Bildungsprämie mit bis zu 500 € pro Jahr, wurde bisher im Landkreis über 250 Mal  beansprucht. Sie läuft zum Jahresende aber aus – Beratung: 08651 9793390.
Der ausgeschriebene Preis mit 1000 Euro ist gemessen am Anspruch an Bildung mikrig. Vielleicht könnte man einen Gipfel weniger ansetzen und dessen eingesparte Kosten (einschließlich der von Bediensteten nicht selbst getragenen Kosten für Fahrten und Stunden) dafür ansetzen?!

>Beharrlichkeit könnte sich auszahlen, wie das Beispiel von Pyeongchang

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90 Prozent Zustimmung für Olympia München und das quer durch alle Fraktionen – das war der Stand im Parlament.
Es ist zwar nun die vierte Niederlage in Folge für deutsche Bewerbungen, aber gewisse Politiker werden auf die Idee kommen, diese Überschrift zu realisieren: Beharrlichkeit … Irgendwie lernen manche ganz besonders nie aus oder nichts dazu. Vielleicht wir Bürger? Solange die Politiker sich von den Sportfunktionären beim Fussball und Olympiade usw. weiter so willfährig ausbeuten lassen, und auch wir uns vor den Karren spannen lassen, werden da weiter unsinnig viel Millionen auf ganz wenige Vorteilsnehmer geschmissen. Lassen wir uns mal paar Zahlen geben, … z.B. in welchem finanziellen Umfang da eigentlich gereist wurde, geplant wurde, geschmiert wurde.

Jedenfalls: “Durch die Abfuhr in Durban bleibt dem Wintersportland Deutschland nun ein großer Rausch verwehrt. Ihm bleibt aber auch die Unterwerfung demokratischer Prinzipien unter die Willkür des Sports erspart. Winterspiele verloren und trotzdem gewonnen, so könnte man das Abstimmungsergebnis des IOC auch deuten. Das Fatale daran ist nur, dass die deutsche Politik zur bedingungslosen Unterwerfung nur allzu gern bereit gewesen wäre.” n-tv

Hallo Welt!

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>wo entsteht Terror?

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Bei seiner Vorstellung zum Verfassungsschutzbericht 2010 am 1.7.11 warnte der Innenminister Friedrich vor einer Gewaltspirale. Im Bericht steht, dass es 2010 3.747 Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund, ca. tausend weniger als 2009 mit 4.734 Straftaten gab. Die Zahl der Gewalttaten sank im selben Zeitraum von 1.115 auf 944. Konkrete Zahlen für 2011 gibt es nicht. Friedrich teilt aber die Einschätzung von Uwe Schünemann (CDU), dass Deutschland an der Schwelle zum Linksterrorismus stehe. Ermittler gingen in Deutschland von 32.200 Linksextremisten aus. Warum sind nicht alle 5.155.933 Wähler verdächtig, die „Die Linke“ in den Bundestag wählten, die dennoch vom Verfassungsschutz beobachtet wird? Nach Friedrich hat der Überwachungsbedarf zugenommen. 

Zwar ist ihm in den neuen Terrorgesetzen der Einblick in Bankschließfächer noch verwehrt, jedoch wurde darin die Einführung einer zentralen Kontenstammdatei beschlossen, die der Verfassungsschutz abfragen darf. Parallel ist im aktuellen Entwurf zum Geldwäschegesetz geplant, dass die Bareinzahlungsgrenze bei Banken von 15.000 Euro auf 1.000 gesenkt wird, das betrifft also auch den unregistrierten Kauf von Gold- und Silber. Zusätzlich brauchen Betriebe mit mehr als neun Beschäftigten dann auch einen Geldwäschebeauftragten, um die Denunzierung von barzahlenden Kunden sicher zu stellen. Und es geht weiter so: Wir haben jetzt einen neuen Exportschlager. Unser bester Panzer, Leopard 2A7+, wird nicht mehr mit kriegsmäßigen Attributen verkauft, er wurde dem „erweiterten Aufgabenspektrum der Bundeswehr bei friedenschaffenden Einsätzen angepasst“. Wirkmittel können nun “modular Lage angepasst werden”,  z.B. Wasserwerferaufsatz. „Gezielt kann gegen besonders aggressive Demonstranten vorgegangen werden“ (Rechtsgrundlage fehlt noch). Zunächst könnten 200 Panzer ja nach Saudi Arabien verkauft werden, dort ergibt sich gewiss bald eine Erprobungsmöglichkeit. Schünemann fordert heute ein Verbot von Facebook-Partys, der arabische Frühling lässt grüßen. Eine Kontrolle gewalttätiger vermummter Polizisten durch Bürger anhand von Nummern wurde eben abgelehnt. Es sage niemand, er habe nichts von all dem gewusst.

>Qualität der Arbeitslosen-Weiterbildung gefährdet!!!

>Nachdem nun auch die Berufsschulen mit Überkapazitäten zu kämpfen haben, sollen sie für Arbeitslosen-Weiterbildung zuständig werden. Da heult natürlich der Verband der Privatschulen auf. Sein Klientel hat sich da gut eingenistet. Da sich bei den Arbeitslosenkursen der Qualitätsstandard AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung)  “bewährt” hat (jedermann weiß ja, dass sich die Teilnehmer solcher Maßnahmen und auch die Arbeitgeber, die Absolventen einstellen, nur lobend dazu äußern) ist nun zu befürchten, wenn Berufsschullehrer auf Erwachsene losgelassen werden, dass die hohe Qualität der Maßnahmen nicht mehr gewährleistet ist. Huhuh.