Corona fördert Sparen: Geldvermögen auf Rekordhoch - 7 Billionen

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"Im Jahresverlauf 2021 dürfte ein erheblicher Teil der liquiden Mittel, die die Haushalte 2020 (...) auf ihren Girokonten geparkt haben, wieder in den privaten Konsum abfließen", prognostizierte der neue Chefvolkswirt der DZ Bank, Michael Holstein. Sobald die Pandemie-Lage es zulasse, dürften vor allem Ausgaben für Reisen, Restaurantbesuche sowie kulturelle Veranstaltungen steigen. "Wir rechnen in der zweiten Jahreshälfte 2021 mit einem regelrechten Post-Corona-Boom, der auch die deutsche Konjunktur merklich anschieben wird. Zeitweise wird die Sparquote dann auch unter ihr längerfristiges Durchschnittsniveau absinken", sagte Holstein.

StuttgarterNachrichten

In der Krise haben viele Menschen ihr Geld zusammengehalten. Das lässt die Sparquote auf ein Rekordhoch schießen und macht die privaten Haushalte hierzulande insgesamt so reich wie nie.

Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr wie die Weltmeister gespart und sind dadurch in Summe so reich wie nie. Nach Berechnungen der DZ Bank, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, dürfte das Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2020 um 393 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 7,1 Billionen Euro zugenommen haben.

Den üppigen Zuwachs von 5,9 Prozent zum Vorjahr erklärt DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel zum überwiegenden Teil mit einer historisch hohen Sparquote. Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit hielten viele Menschen ihr Geld zusammen, zudem bremsten die zeitweisen Schließungen im Einzelhandel den Konsum.